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Was sind immergrüne Pflanzen?

160_150x100_prunus_novita_01Immergrüne Hecken sind Nadel- oder Laubgehölze, die auch im Winter ihre Blätter oder Nadeln behalten und grün bleiben. Das heißt nicht, dass immergrüne Pflanzen ihre Blätter auf ewig tragen – „immergrün“ bedeutet vielmehr, dass die Hecke ihre Blätter oder Nadeln erst nach mehreren Wachstumsphasen abwirft, also frühestens nach zwei Jahren. Viele Arten tragen ihre Blätter sogar noch länger. Der immergrüne Eindruck entsteht, weil die Nadeln oder Blätter nicht gleichzeitig abfallen, sondern vereinzelt. Außerdem findet im Herbst keine Verfärbung statt. Anders als bei sommergrünen Gehölzen, die ihre leuchtende Herbstfärbung mit einem Mal komplett verlieren, fällt der allmähliche Blatt- und Nadel-Abwurf daher optisch nicht auf.

Vorteile von Immergrünen Pflanzen

160_150x100_prunus_novita_01Immergrüne Hecken sind in der Regel robust und pflegeleicht. Sie haben einen geringeren Zuwachs als sommergrüne Hecken und müssen weniger intensiv geschnitten werden. Daher lassen sie sich auch leichter in Form bringen. Je älter die immergrünen Hecken sind, desto dichter und voller wird ihr Wuchs, und desto größer wird die Vielfalt an möglichen Formen und Höhen. Meistens werden gleiche oder verschiedene immergrüne Sträucher als Formgehölze linienförmig, dicht und langgestreckt angepflanzt. So eignen sie sich für verschiedene Zwecke: für Beet- und Grundflächenumrandung, für kleine Einfassungen, als Hecke in Form geschnitten und je nach Größe als Sichtschutz-, Schallschutz-, Windschutz- und Staubschutzhecken. Einige Edelsorten sind vor allem wegen ihrer Ästhetik beliebt: sie bilden Blüten und Fruchtstände aus und erhöhen somit den Zierwert des Gartens erheblich.

Topfpflanzen aus der Winterruhe wecken

160_300x200_100_2315Topfpflanzen, die zum Überwintern drinnen aufbewahrt wurden, können im Frühjahr nach draußen, wenn kein harter Frost mehr droht.

Wenn die Wurzeln an der Grenze des Topfs angekommen sind, sollten die Pflanzen umgetopft, mit neuer Erde versorgt, ausreichend bewässert, gedüngt und ggf. etwas zurückgeschnitten werden.

Spinnenmilbe

160_150x100_IMG_6061_01Spinnmilben werden der Familie der Spinnentiere zugeordnet. Mit einer Größe von 0,5 mm gehören sie zu den kleinen Schädlingen in heimischen Gärten. Sie bevorzugen warme und trockene Orte, daher findet man sie eher an geschützten Standorten. Spinnmilben findet man vor allem an der Unterseite von Bättern, wo sie zu ihrem Schutz feine Netze spinnen und sich von den Pflanzensäften ernähren. Durch das punktieren der Blätter zur Nahrungsaufnahme werden die Epidermiszellen der Pflanze geschädigt. Das Blattwerk wird hierdurch matt und welk, charakteristisch sind zudem die weißen Flecken auf der Blattoberfläche. Eine Möglichkeit, dem Befall entgegenzuwirken, ist das Ausbringen von sogenannten Raubmilben.

Regenwurm

160_150x100_IMG_6647_02Der Regenwurm kann bis zu acht Jahre alt und 25 cm lang werden. Er gräbt sich bis zu zwei Meter tief in die Erde. Dabei ernährt sich überwiegend von verrottetetem Pflanzenmaterial im Boden, die er aus der Erde filtert. Die dabei ausgeschiedene Erde ist sehr vorteilhaft für die im Boden vorkommenden Mikroorganismen. Zudem wird das Erdreich aufgelockert und belüftet und organisches Material auch in tiefere Bodenschichten umverteilt. Damit sorgt der Regenwurm maßgeblich für eine gute Qualität des Gartenbodens. Die kalte Jahreszeit verbringt er im tieferen Erdreich in einer Art Winterstarre. Zu den natürlichen Feinden des Regenwurms gehören insbesondere Vögel, Maulwürfe, Igel, und Ameisen. In bedrohlichen Situationen ist der Regenwurm in der Lage ein Stück seiner äußeren Enden abzutrennen, um seinem Feind zu entkommen.

Pflege

160_150x100_Hedera_helix_Woerner_Beispiel_7_01Um die charakteristische geradlinige und regelmäßige Form einer Schnitthecke zu erreichen und zu erhalten, ist regelmäßige Pflege erforderlich. Je nach gewählter Pflanze sollte daher ein bis zweimal im Jahr ein Heckenschnitt erfolgen. Für das Düngen von Hecken hält der Fachhandel daneben speziell auf die entsprechenden Heckenpflanzen abgestimmten Dünger bereit.
Ende Juni ist der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt von Koniferen. Bei Nadelgehölzen muss stets mit Bedacht geschnitten werden. Sind Hecken und Formgehölze erst einmal aus der Form gewachsen, ist eine Korrektur häufig nicht mehr möglich. Daher ist darauf zu achten, nur im Bereich der grünen Triebe und Nadeln zu schneiden.
Laubhecken werden in der Regel zweimal jährlich in die gewünschte Form gebracht. Der erste Schnitt kann bereits frühzeitig ab Mitte März erfolgen. Der zweite Schnitt erfolgt idealerweise ab Anfang Juli.
Anders ist das Vorgehen bei wild wachsenden Naturhecken. Vier bis fünf Jahre nach Anpflanzung sollten diese regelmäßig verjüngt werden, indem die alten Triebe möglichst tief entfernt werden, ohne die nachwachsenden, jungen Triebe zu schädigen. Dieses Vorgehen ist notwendig, um den jungen Trieben die Chance zu geben, sich optimal zu entwickeln. Hierbei sollte das Entstehen größerer Löcher sorgfältig vermieden werden. Gehen Sie bei dem Rückschnitt so vor, dass keine großen Löcher im Verband entstehen.

Pflanzzeit für Immergrüne Hecken

160_150x100_prunus_novita_01Immergrüne Hecken werden idealerweise im September gepflanzt. So können sich die Heckenpflanzen noch vor dem Winter ausreichend im warmen Boden verwurzeln und sind so besser gegen Verdunstung geschützt. Der Sommer ist als Pflanzzeit für Hecken eher ungeeignet, da die hohe Verdunstung über Blätter und Nadeln für ein schnelles Austrocknen der Wurzeln sorgen kann. Der Pflanzensaft wird buchstäblich aus der Pflanze herausgesaugt. Wird dennoch im Sommer gepflanzt, so muss die Pflanze durch häufiges Gießen über den Sommer gebracht werden, was den anfänglichen Pflegeaufwand bedeutend erhöht.

Pflanzen im Winter

160_150x100__DSC1242Es ist Herbst geworden. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, Bäume und Sträucher verlieren ihre bunte Blätterpracht. Falls Sie sich dennoch etwas Grün in ihrem Garten erhalten wollen, dann lesen Sie unseren aktuellen Pflanztipp! Denn der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, immergrüne Hecken wie die Thuja oder den Kirschlorbeer zu pflanzen – sie werden am Besten im Herbst ab September und bei Frostfreiheit bis Mitte Dezember gesetzt. Die Pflanzen können sich dann an den Standort gewöhnen und treiben dann im nächsten Frühjahr besser aus.

Maulwurf

160_150x100_IMG_6647_02Der Maulwurf ist in unseren Gärten kein gern gesehener Gast. Daher erreicht er nur noch selten sein normales Alter von bis zu fünf Jahren. Dennoch ist er aufgrund seiner Vorliebe für Insekten eigentlich ein großartiger Nützling und verspeist diese in großen Mengen. Zu seinem bevorzugten Speiseplan gehören Engerlinge und Drahtwürmern, aber auch andere Insekten. Dabei ist er tatsächlich ein reiner Fleischfresser und schädigt weder Knollen und Zwiebeln, noch Wurzeln. Auf der Suche nach Nahrung gräbt der Maulwurf seine Gänge bis in eine Tiefe von einem halben Meter, wobei sich sein Revier insgesamt über eine Fläche von bis zu zweitausend Quadratmeter erstrecken kann. Im Winter zieht er sich auch hierhin zurück. Gefährlich ist für den Maulwurf in erster Linie der Mensch. Aber neben großen Vögeln, können ihm Marder und Fuchs, sowie sowie Hund und Katze gefährlich werden. Der Maulwurf steht in Deutschland unter Artenschutz.

Juni

160_150x100_Hedera_helix_Woerner_Beispiel_8Zu Beginn des Sommers ist besonders darauf zu achten, die Pflanzen im Garten ausreichend zu bewässern. Selbst wenn das Frühjahr regenreich und feucht war, können Hitzeperioden je nach Bodenbeschaffenheit bereits nach kurzer Zeit zu Wassermangel führen. Richtiges Wässern hilft, die Pflanzen vor Schaden zu bewahren. Zu diesem Zweck sollte im Wurzelbereich direkt gewässert werden.

Juli – Nadelhecken schneiden

160_150x100_meglyp_01Im Gegensatz zu den Laubhecken erfolgt der Beschnitt von Nadelgehölzen nur einmal jährlich, überwiegend im Juli. Handelt es sich um Thuja oder Scheinzypressen, so sollte man sehr vorsichtig zu Werke gehen, da sie keinen starken Rückschnitt bis in das alte Holz vertragen. Wurden Thuja- oder Scheinzypressen einige Jahre lang nicht geschnitten, bleibt einem nur die Möglichkeit, sich mit der jetzt deutlich breiteren Hecke anzufreunden, oder sie insgesamt zu ersetzen. Im Gegensatz dazu sehr schnittverträglich sind Eiben. Aus diesem Grund sind diese als Formhecken sehr beliebt.

Juli – Laubhecken schneiden

160_150x100_Liguster_AtrovirensDer Julianfang ist die richtige Zeit um die Laubhecke im heimischen Garten wieder in Form zu bringen. Sollten Vögel in der Hecke nisten, verschiebt sich der Termin auf Ende Juli um das Brutgeschäft nicht zu stören. Damit die Hecke auch im unteren Bereich dicht bleibt, bietet sich ein konischer Schnitt an, bei dem die Hecke nach oben schmaler werdend erzogen wird. Sollte daneben noch ein weiterer Schnitt erforderlich sein, so sollte dieser Mitte bis Ende August erfolgen. Pro Schnitt sollten dabei nicht mehr als maximal 10 cm abgenommen werden.

Heckenschnitt

160_150x100_meglypDie Pflege von mehrjährigen Hecken ist keine Wissenschaft, verlangt aber einen regelmäßigen Schnitt. Hierbei gibt es eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. So werden formierte Laub-Hecken beispielsweise konisch, d.h. unten breiter, nach oben schmaler werdend, geschnitten. Auf diese Art bleiben auch die unten liegenden Triebbereiche dauerhaft dicht. Frühestens ab Ende Juni werden Laub werfende Hecken beschnitten, da sie der Vogelwelt als Brutplatz dienen. Immergrüne Hecken werden dagegen erst ab Mitte August geschnitten. Beim Beschnitt sollten jeweils nicht mehr als 10 cm weggenommen werden. Als Orientierungshilfe kann dabei eine gespannte Richtschnur dienen. Zusätzlich sollte der gleichmäßige Schnitt aus einigen Metern Entfernung überprüft werden. Ein Beschnitt bei trockener und heißer Witterung sollte aufgrund potentieller Verbrennungsschäden an der Pflanze vermieden werden.

Grenzabstände

160_150x100_meglyp_02Hier finden Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzabstände für Hecken, getrennt nach Bundesländern und höhe der jeweiligen Hecke.

 

Baden-Württemberg:

Hecken bis 180 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 180 cm: Heckenhöhe – 130 = Grenzabstand

Bayern:

Hecken bis 200 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 200 cm: Grenzabstand 200 cm

Berlin:

Hecken bis 200 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 200 cm: Grenzabstand 100 cm

Brandenburg:

Eine Hecke muss mindestens einen Abstand von 1/3 der Gesamthöhe einhalten.
Formel: Heckenhöhe x 1/3 = Grenzabstand
Beispiel: 240 cm x 1/3 = 80 cm Grenzabstand

Bremen:

Keine gesetzlichen Grundlangen verankert.

Hamburg:

Keine gesetzlichen Grundlagen verankert.

Hessen:

Hecken bis 120 cm: Grenzabstand 25 cm
Hecken bis 200 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 200 cm: Grenzabstand 75 cm

Mecklenburg-Vorpommern:

Keine gesetzlichen Grundlangen verankert.

Niedersachsen:


Pflanzen bis 120 cm: Grenzabstand 25 cm

Pflanzen bis 200 cm: Grenzabstand 50 cm

Pflanzen bis 300 cm: Grenzabstand 75 cm

Pflanzen bis 500 cm: Grenzabstand 125 cm

Pflanzen über 500 cm: Grenzabstand 300 cm

Nordrhein-Westfalen:

Hecken bis 200 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 200 cm: Grenzabstand 100 cm

Rheinland-Pfalz:

Hecken bis 100 cm: Grenzabstand 25 cm
Hecken bis 150 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 150 cm: Grenzabstand 75 cm

Saarland:

Hecken bis 100 cm: Grenzabstand 25 cm
Hecken bis 150 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 150 cm Grenzabstand 75 cm

Sachsen:

Hecken bis 200 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken über 200 cm: Grenzabstand 200 cm

Sachsen-Anhalt:

Hecken bis 150 cm: Grenzabstand 50 cm

Hecken bis 300 cm: Grenzabstand 100 cm


Hecken bis 500 cm: Grenzabstand 125 cm

Hecken bis 1500 cm: Grenzabstand 300 cm

Hecken über 1500 cm: Grenzabstand 600 cm

Schleswig-Holstein:

Hecken bis 120 cm: keinen Grenzabstand (doch Zweige und Blätter dürfen nicht auf das nachbarliche Grundstück hinüber reichen)
Hecken über 120 cm: Heckenhöhe x 1/3 = Grenzabstand
Beispiel: 210 cm x 1/3 = 70 cm

Thüringen:

Hecken bis 100 cm: Grenzabstand 25 cm
Hecken bis 150 cm: Grenzabstand 50 cm
Hecken bis 200 cm: Grenzabstand 75 cm
Hecken über 200 cm: Heckenhöhe – 125 = Grenzabstand

Gartengestaltung

160_150x100_DSC00950Je nach Zielsetzung erschließen sich dem Gartenliebhaber vielfältige Möglichkeiten Hecken in die Gartengestaltung einzubeziehen. Dient die Hecke dem Sichtschutz, so wählt man idealerweise immergrüne Gehölze. Diese gewährleisten auch im Winter guten Sichtschutz. Wichtig ist hier eine gute Schnittverträglichkeit, damit die Hecke schön grün und dicht wächst. Als winterharte Konifere sind besonders der Säulen-Lebensbaum (Thuja occidentalis), die gemeine Eibe (Taxus baccata), die Bechereibe (Taxus media `Hicksii´), der Wacholder (z.B. Juniperus communis) oder die Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) geeignet. Für immergrüne, blickdichte Hecken bietet sich daneben auch manches Laubgehölz an. Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) etwa, eine schlanke, dicht und aufrecht wachsende Pflanze, bildet mit seinen dunkelgrünen, lederartigen und großen, glänzenden Blättern eine imposante und attraktive grüne Wand. Der klassische Liguster (Ligustrum vulgare), auch Rainweide genannt, hat sich ebenfalls als robuste Schnitthecke bewährt. Seltener in unseren Breiten findet man die Bambushecke (Fargesia murielae). Auf Grund der Wachstumsgeschwindigkeit läßt sich hier innerhalb kürzester Zeit der gewünschte Schutz erreichen.

Sehr attraktiv sind Hecken, deren Erscheinungsbild sich im Wechsel der Jahrszeiten verändert. Vom frischen Grün und den ersten Knospen im Frühjahr, über die leuchtenden Früchte des Sommers, bis zum Laubabwurf im Herbst bringt eine solche Hecke viel Abwechslung und Freude in den heimischen Garten. Ideal bieten sich hier Sträucher an, deren Wuchshöhe nicht allzu hoch ist. Beim Bodnant-Schneeball(Viburnum x bodnantense) erscheinen die ersten rötlich überhauchten Blüten je nach Witterung und Standort bereits ab November. Ab März folgt die Dürlitze (Cornus mas) mit ihren goldgelben Blüten, dicht darauf der Goldflieder, der von März bis April in zahlreichen Gelbtönen Akzente setzt. Daran schließt sich die Blüte des meist weiß, oder auch rötlich blühenden Spierstrauchs (Spiraea x bumalda, Spiraea decumbens u.a.) und des leuchtend gelb blühenden Ranunkelstrauchs (Kerria japonica) an. Ab Anfang Mai erfreuen uns intensiv und fruchtig duftende Pfeifenstäucher (Philadelphus coronarius) und Deutzien (Deutzia scabra), enge Verwandte der Pfeifensträucher. Im Spätsommer und Herbst folgen tiefrote Hagebutten oder weiß und rosa eingefärbte Schneebeeren (Symphoricapus albus). Der Winter bringt uns zum Abschluss die roten Zweige des Blutroten Hartriegels (Cornus sanguinea).

Die Buchsbaumhecke (Buxus sempervirens) ist ganzjährig attraktiv anzuschauen und dabei sehr pflegeleicht. Winterfest und das ganze Jahr über grüne Blätter tragend, erscheint sie prächtig dunkelgrün in der kalten Jahreszeit und in frischem Grün während des Frühlings. Der Buchs ist mit seinen kleinen, glänzenden Blättern eine gute Option zum Erstellen niedriger Hecken und Abgrenzungen. Im Kübel gezüchteter Buchs lässt sich problemlos das ganze Jahr durch pflanzen. Für den jährliche Pflegeschnitt gibt es nicht den einen idealen Zeitpunkt. Für ein gutes Ergebnis sollte der Schnitt aber möglichst zwischen April und September erfolgen. Buchsbaum eignet sich sowohl für sonnige als auch für schattigere Standorte, zu heiße oder sehr dunkle Standorte verträgt er allerdings nicht besonders gut. Bevorzugter Untergrund ist ein feuchter und humusreicher Lehm- oder Sandboden.

Eidechsen

160_150x100_IMG_6647_03Eidechsen sind den Reptilien zuzurechnen. Im heimischen Garten erweisen sie sich aufgrund ihres Speiseplans als äußerst nützliche Bewohner. Neben Spinnen, Ameisen, Läusen und Zikaden ernähren sie sich bevorzugt von Schnecken und Würmern. Befindet sich die Eidechse in einer Gefahrensituation, so ist sie in der Lage ihren Schwanz abzutrennen um dem Feind zu entkommen. Der Schwanz bildet sich später neu aus. Eidechsen besiedeln gerne sonnige und trockene Standorte. Man findet sie daher häufig in der Nähe von Natursteinmauern oder auf Pflasterflächen. Aber auch alte Baumstämme werden gerne besiedelt.

Dünger

160_150x100_IMG_6647_02Zur Pflege von Hecken gehört besonders in den ersten Jahren auch das regelmäßige Düngen der Pflanzen. Insbesondere nach der Anpflanzung und dem jährlichen Schnitt ist eine Zufuhr von Nährstoffen in geringer Dosierung erforderlich. Besonders geeignet ist vor allem organische Volldünger, der die Nährstoffe langsam und fortwährend freisetzt. Dieser enthält für die pflanzliche Entwicklung und Vitalität so wichtige Stoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, daneben auch wichtige Mikronährstoffe. Empfehlenswert sind hier spezielle auf Hecken zugeschnittene Dünger oder beispielsweise auch Komposterde. Wird der Boden mit Rindenmulch aufbereitet, so ist darauf zu achten, in diesen Fällen stark stickstoffhaltigen Dünger zu verwenden, da die Kleinlebewesen und Mikroorganismen bei der Mineralisierung der Rinde große Mengen an Stickstoff verbrauchen.

Dickmaulrüssler

160_150x100_IMG_6061_01Vom Erscheinungsbild her groß und schwarz, ist der Dickmaulrüssler ein nachtaktiver Käfer und der Alptraum eines jeden Gärtners. Er frisst die Pflanzenblätter an und verursacht dadurch große Schäden. Bei der Fortpflanzung legt er seine Eier im Bereich der Wurzeln der Pflanze ab. Innerhalb kurzer Zeit werden diese von Hunderten hungriger Larven befallen. Äußerlich zeigt sich der Befall zunächst nur in der Gelbfärbung der Blätter, ein Vorbote für das Absterben der Pflanze. Auf dem Speiseplan des Dickmaulrüsslers stehen neben Rhododendron, Kirschlorbeer und Kamelien etwa auch der Buchs. Eine bewährte Methode zur Bekämpfung ist der Einsatz von Fadenwürmern. Diese dringen in die Larven ein und töten sie innerhalb weniger Tage ab. Die beste Zeit für die effektive Bekämpfung dieses Schädlings sind der Frühling und der Herbst.

Bodendecker

160_150x100_Hedera_helix_Woerner_Beispiel_8_01Bodendecker sind meist breitwachsende, niedrige Stauden oder Zwergsträucher, mit deren Hilfe offene Flächen und Randbereiche rasch zuwachsen, ohne weiterer Pflege zu bedürfen. Die immergrüne Belaubung, eine schöne Blüte oder farbige Früchte machen Bodendecker zu interessanten Pflanzen für den heimischen Garten.

Sehr bekannt sind die häufig im öffentlichen Raum vorkommenden Zwergmispeln (Cotoneaster). Auch Bodendecker-Rosen fallen noch unter den Begriff, obwohl sie nicht den gesamten Boden bedecken. Erstklassige Bodendecker sind beispielsweise: Buchsbaum (Buxus sempervirens), Dickmännchen (Pachysandra), Elfenblumen (Epimedium), Stachelnüsschen (Acaena), Niedriges Johanniskraut (Hypericum calycinum), Kleines Immergrün (Vinca minor), Schaumblüten (Tiarella), Thymian, Schneeheide (Erica carnea). Hedera helix, der Gemeine Efeu, eignet sich ebenfalls sehr gut als Bodendecker.

Werden Bodendecker bis zum Einpflanzen zwischengelagert, so sind sie zunächst ausgiebig zu wässern und sodann vor Sonne und anderen Witterungseinflüssen zu schützen. Unmittelbar vor dem Einpflanzen ist der Wässerungsvorgang zunächst zu wiederholen. Verteilen Sie die Pflanzen gleichmäßig über die ganze Fläche. Nehmen Sie dann die Staude oder den Zwergstrauch aus dem Topf und pflanzen Sie sie etwas tiefer in den Boden, als sie zuvor im Topf war. Abschließend wird der Boden rund um die Pflanze sorgfältig angedrückt und wiederum gewässert, so wie auch regelmäßig in den Wochen danach, um ein gesundes Wachstum der Pflanze zu gewährleisten.

Um ein ausuferndes Wachsen der Pflanzen zu begrenzen, empfiehlt sich für Bodendecker alle ein bis zwei Jahre ein Rückschnitt im Frühjahr. Zudem sollte jährlich mit einem hochwertigen Gartendünger Nährstoffe zugeführt werden.

April

160_150x100_Hedera_helix_Woerner_Beispiel_7_01Der April ist der ideale Monat, um Schäden an der Hecke im heimischen Garten zu beheben. Bereits kleine Schäden können das Gesamtbild einer gepflegten Hecke beeinträchtigen.

Daher sollten geschädigte Triebe bis auf das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Bei Laubgehölzen und Koniferen werden sich die Lücken rasch schließen. Unterstützend kann man gesunde Triebe in die entsprechende Richtung lenken. Größere Lücken und Löcher in Hecken können nur durch Nachpflanzen behoben werden. Geeignete Ersatzpflanzen, sollten etwas größer sein, als die bereits etablierten Pflanzen. Besonderes Augenmerk ist hier auf eine gute Vorbereitung des Bodens zu legen. Ein erster Beschnitt darf erst erfolgen, wenn die Ersatzpflanze erfolgreich angewachsen ist.

Anpflanzen

160_150x100_IMG_6265Soll eine Hecke gepflanzt werden, steht zunächst die Entscheidung an, in welcher Größe die Pflanzen erworben werden sollen. Das Angebot reicht von zwei- bis dreijährigen wurzelnackten Pflanzen bis zu Ballen- und Containerware in ganz unterschiedlichen Qualitäten. Entscheidend ist letztlich, wie viel man zu investieren bereit ist und in welchem Zeitraum die Hecke die gewünschte Höhe erreicht haben soll. Für die Pflanzung im Herbst eignet sich insbesondere wurzelnackte Heckenware. Hilfreich beim Anwachsen der Hecke ist es, die Pflanze vor dem Einpflanzen deutlich zurückzuschneiden. Dies erleichtert das Anwachsen und sorgt von unten für einen dichten Aufbau der Hecke. Zu diesem Zweck werden die Triebe etwa um ein Drittel zurückgeschnitten. Für die Pflanzung empfiehlt sich der Aushub eines Pflanzengrabens in etwa doppelter Breite und Tiefe des Wurzelballens. Der Abstand der einzelnen Heckenpflanzen hängt dabei jeweils von Pflanzenart und -größe ab. Zum Abschluss wird die Erde um die Pflanzen herum leicht angetreten und ausgiebig gewässert.

Welche immergrüne Hecke für welchen Garten?

160_150x100_prunus_novita_01Welche immergrüne Pflanze Sie für Ihren Garten auswählen, sollte von der späteren Funkion abhängen. Als Sichtschutz eignen sich vor allem schnellwachsende und dichte immergrüne Heckenpflanzen. Dies sind zum Beispiel Liguster, Lebensbaum und Bambus. Für eine edle immergrüne Hecke bieten sich sich vor allem kompakt und langsam wachsende immergrüne Hecken wie Buchsbaum, Smaragd-Thuja und Echte Zypressen an. Als fruchttragende immergrüne Hecken mit hohem Zierwert eignen sich vor allem immergrüne Heckenpflanzen wie Eiben, Stechpalmen (Ilex) und Feuerdorn.